Begründung:
Die Rote Bank ist ein deutliches Zeichen: Gewalt gegen Frauen hat in unserer Gesellschaft und somit auch in unserer Stadt keinen Raum. Die Aktion verbindet zivilgesellschaftliches Engagement mit politischer Verantwortung und stärkt das Bewusstsein für den Schutz von Frauen‑ und Mädchenrechten und trägt darüber hinaus zur Stärkung der Prävention bei.
Die roten Bänke haben mehr als nur eine Symbolfunktion – sie dienen zugleich als niedrigschwelliger und öffentlich sichtbarer Informationspunkt. Die Bänke sind mittels Schildern und QR- Codes mit Informationen zum bundesweiten Hilfetelefon sowie zu regionalen Hilfsangeboten für Betroffene versehen.
Häusliche Gewalt ist ein Thema, das uns alle angeht. Viele Betroffene wissen nicht, wo sie Hilfe finden – die Bank soll genau hier ansetzen und niedrigschwellig informieren. Die Rote Bank ist ein starkes Zeichen gegen Gewalt und für Menschlichkeit. Sie steht für die Haltung "Wir schauen hin und helfen zusammen.“ Sie kann dazu beitragen, von häuslicher Gewalt betroffene Frauen und Mädchen zu ermutigen ihre Hilflosigkeit und viel zu oft auch Scham zu überwinden und Unterstützung aufzusuchen. 2024 wurden in Deutschland mehr als 265.000 Fälle häuslicher Gewalt zur Anzeige gebracht, 70 % davon betreffen Frauen und Mädchen. Einer im Februar 2026 veröffentlichten repräsentativen Dunkelfeldstudie des Bundeskriminalamtes und des Bundesfrauenministeriums zufolge werden jedoch lediglich 5 bis 10% aller Fälle erfasst.
Das Projekt „La Panchina Rossa“ wurde 2016 in Perugia, Italien, ins Leben gerufen um Menschen über das Thema „geschlechtsspezifische Gewalt“ zu informieren und dafür zu sensibilisieren. Mittlerweile wurde das Symbol in vielen weiteren Ländern aufgegriffen.
Die Farbe Rot steht für Blut und Leben. Die Rote Bank erinnert an die Plätze, die frei bleiben, wenn Gewalt gegen Frauen schwer verletzt und mitunter tödlich enden kann. Sie soll zum Nachdenken inspirieren und ist eine Aufforderung zu gewaltfreiem Miteinander, hinzusehen und beizustehen, wo Hilfe nötig ist.
Der Aufwand für die Stadt Olching ist gering: die Bank wird kostenlos zur Verfügung gestellt und muss lediglich in Fürstenfeldbruck (Caritas Werkstatt) abgeholt und an einem geeigneten Platz aufgestellt werden. Es ist anzustreben, die Aufstellung in zeitlichem Zusammenhang mit dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November durchzuführen.
Mögliche geeignete Standorte wären unseres Erachtens: beim Rathaus, Schwaigfeld/Schwaiganger (z. B. im Umfeld des Einkaufszentrums oder Sozialzentrums), Nöscherplatz, beim KOM... (diese Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit/schließt weitere mögliche Aufstellungsorte also nicht aus). Bei Platzmangel könnte ggf. auch eine bestehende Bank ausgetauscht werden.
Mit freundlichen Grüßen,
Ingrid Jaschke, Referentin für Migration, Integration und Gleichstellung
Ulrike Girtner, ÖDP
Julia Worch für die SPD-Fraktion
Stefan Eibl, für die Fraktion Für Olching
Olching, 20.07.2026